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Bayerns Innenminister Herrmann verlieh Courage-Medaille an Superjumboloanser Bürger Andreas Wucherpfennig

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann verlieh Medaillen für vorbildliche Zivilcourage

Sie haben Sexualstraftaten aufgedeckt oder verhindert, Räuber festgehalten, Einbrecher gestellt, Diebe verfolgt und Betrüger auffliegen lassen. Sie haben hingeschaut, sich eingemischt, sich bei verbalen und körperlichen Angriffen schützend zwischen Opfer und Täter gestellt und damit Schlimmeres verhindert. 37 engagierten Bürgerinnen und Bürgern aus ganz Bayern hat dafür Innenminister Joachim Herrmann  am 5. September 2019 die Medaille für Verdienste um die Innere Sicherheit verliehen, darunter auch an den Veitshöchheimer Bürger Andreas Wucherpfennig (hinten 2.v.l.).

 Veitshöchheims Bürgermeister Jürgen Götz ließ es sich nicht nehmen, seinen Bürger zur Auszeichnung nach München zu begleiten, auf dem Foto v.l.n.r Innenminister Joachim Herrmann, Bürgermeister Jürgen Götz, Andreas Wucherpfennig und Landespolizeipräsident Wilhelm Schmidbauer.

Laudatio Andreas WUCHERPFENNIG

Am 29.März 2019 teilten mehrere Anrufer der Einsatzzentrale der Polizei mit, dass von einer Brücke in Veitshöchheim Steine auf die B 27 geworfen wurden. Der Veitshöchheimer Andreas WUCHERPFENNIG hatte den Steinewerfer an der Brücke ebenfalls beobachtet und unverzüglich die Polizei verständigt.

Um den Täter nicht aus dem Blick zu verlieren, folgte er dem Mann und gab dessen Beschreibung sowie wiederholt seine aktuelle Position an die Polizei weiter. Polizeikräfte konnten den Täter schließlich festnehmen. Mehrere auf die B 27 geworfene Steine wurden sichergestellt. Glücklicherweise wurde bei dem Vorfall lediglich ein Pkw beschädigt, bei dem ein Stein in die Scheibe eingeschlagen war. Die beiden Insassen kamen mit dem Schrecken davon.

Innenminister Joachim Herrmann: "Dank des vorbildlichen und couragierten Verhalten von Andreas Wucherpfennig  konnte der Täter kurz nach der Tat festgenommen werden."

"Wir brauchen Menschen, die Zivilcourage zeigen! Denn es darf uns nicht gleichgültig sein, wenn Mitmenschen belästigt oder körperlich angegriffen werden. Mit Ihrem Handeln haben Sie sich für andere stark und Bayern dadurch ein Stück sicherer gemacht! Damit sind Sie alle großartige Vorbilder", lobte Herrmann die Ausgezeichneten bei der Feierstunde am 5. September 2019 im Odeon des Innenministeriums.

Ein leuchtendes Vorbild für Mut und Courage war für Herrmann auch Dominik Brunner. Sein Todestag jährt sich heuer zum 10. Mal. Er starb am 12. September 2009 nach einem grausamen Angriff, weil er Jugendliche in der S-Bahn und am S-Bahnhof München Solln beschützen wollte.

Um Brunner ein würdevolles Andenken zu bewahren, findet die Verleihung der sogenannten 'Courage-Medaille' seither in engem zeitlichem Kontext zu seinem Todestag statt. "Das tragische Schicksal von Dominik Brunner führt unweigerlich zu der Frage, wie man sich in derartigen Situationen verhalten soll, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen", so der Minister.

Manchmal reiche es schon, laut zu sprechen, um einen Täter einzuschüchtern oder von der Tat abzuhalten. Andere Täter seien zu jeder Form von Gewalt bereit. "Leider wurde auch mancher von Ihnen bei seinem mutigen und beherzten Einschreiten gegen Straftäter verletzt. Ich hoffe sehr, dass Ihre körperlichen und seelischen Wunden zwischenzeitlich vollständig verheilt sind", so Herrmann.

Wertvolle Tipps zum richtigen Verhalten in Gefahrensituationen gibt es laut Innenminister beispielsweise unter www.polizei-beratung.de oder bei allen kriminalpolizeilichen Beratungsstellen der Bayerischen Polizei.

Fotos Sammy Minkoff