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Kuratiekindergarten-Verein übernimmt Trägerschaft für weitere Krippengruppe - Übergangslösung im Haus der Begegnung

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Der 1990 in der Gartensiedlung am Danziger Platz errichtete Kindergarten des Trägervereins Kuratie Heiligste Dreifaltigkeit e.V. ist derzeit mit einer Kleinkindgruppe und drei Kindergartengruppen belegt  Der KiGa-Verein übernimmt ab November 2019 die Trägerschaft für eine zweite Kinderkrippe, die zunächst als Übergangslösung im Haus der Begegnung (HdB) im Altort eingerichtet wird.

Seit dem August 2013 existiert in Deutschland ein flächendeckender Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz auch für jedes Kind zwischen einem und drei Jahren. Bereits im Frühjahr 2019 stellte die Gemeinde Veitshöchheimer beim jährlichen Listenabgleich mit den örtlichen Kindertageseinrichtungen einen weiteren Bedarf für eine Krippengruppe für Kinder von eins bis drei Jahren ab dem Kindergartenjahr 2019/20 fest.  Nach den Feststellungen der Kämmerei der Gemeinde  existiert derzeit eine Warteliste mit 20 Kindern (siehe zum Bedarf auch den nachstehenden  Link auf den Bericht auf Veitshöchheim News vom 1. Juli 2019).

Der Ferienausschuss stellte nun in der Sitzung am Dienstagabend die Weichen und stimmte zu, die Kosten für die Einrichtung der Kleinkindgruppe im HdB als Übergangslösung zu übernehmen. Darunter fallen die Kosten für die  notwendigen Ausstattungsgegenstände von 45.000 Euro und auch die Umbaukosten für die vom Gesundheitsamt aus hygienischen Gründen geforderte Umgestaltung des Wickelbereichs. Hier im ehemaligen Kegelraum des HdB waren seit September 2017 bis vor kurzem zwölf Krippenkinder während der Baumaßnahme des Kindergartens St. Martin ausgelagert.

Nach den Worten von Bürgermeister Jürgen Götz war Voraussetzung für die Übernahme der Trägerschaft durch den Kindergartenverein, dass die Gemeinde prüfen lässt, ob ein Anbau für eine weitere Krippengruppe am bestehenden Kindergarten in der Egerlandstraße möglich ist.  Dieser Anbau, so wurde argumentiert, sei letztlich auch notwendig, um künftig die Ausgewogenheit im Kuratiekindergarten zu gewährleisten bei derzeit nur einer Kleinkindgruppe und drei Kindergartengruppen.

Das von der Gemeinde daraufhin beauftragte Architekturbüro hält in seiner Machbarkeitsstudio einen Anbau am bestehenden Standort in der Egerlandstraße für möglich. Dieser müsste jedoch, so die Forderung des Kindergartenvereins,  komplett auf Kosten von der Gemeinde abzüglich der Fördermittel erfolgen, da seitens des Bischöflichen Ordinariats keine finanziellen Mittel mehr für Kindergartenbauten zur Verfügung gestellt werden könnten.

Über diesen Krippenanbau, so der Bürgermeister, müsste der Gemeinderat in der nächsten Zeit noch einen separaten Beschluss fassen, um auch die Förderung bei der Regierung von Unterfranken beantragen zu können. 

Der Anbau am bestehenden Standort wäre förderfähig nach dem Finanzausgleichsgesetz und eventuell nach einem Fördertopf für Kleinkindbetreuungsplätze, falls dieses Förderprogramm seitens der Staatsregierung verlängert wird.

Der jetzt gebilligte Kauf der Ausstattungsgegenstände sei nach Auskunft der Regierung von Unterfranken für sich selbst nicht förderfähig sind. Hier werde aber gleichwohl auf Qualität der Gegenstände geachtet, so dass diese dann auch beim späteren Umzug in den zu realisierenden Anbau noch nutzbar sind und somit Folgekosten vermieden werden können.

Fotos (c) Dieter Gürz