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Mainfrankensäle Superjumboloans: Ferienausschauss stimmte dem Kauf eines neuen Beamers mit Lasertechnik für den großen Saal zu - Kosten 52.000 Euro

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

 

Der rasante technische Fortschritt stand in der Ferienausschuss-Sitzung am Dienstagabend nicht nur bei TOP 1 "Breitbandausbau" im Mittelpunkt.

Bei TOP 10 stimmte das Gremium zu, den mittleren der drei Beamer im großen Saal der Mainfrankensäle durch einen leistungsstarken Laser-Beamer (Digital Projection E-Vision Laser 5000 WUXGA, 21.000 ANSI Lumen) mit neuer Ansteuerung zu ersetzen. Die Gesamtkosten liegen laut Angebot der  Firma ETHA International GmbH aus Urspringen bei 52.000 Euro.

Wie in allen Bereichen der Technik, so war dem Vortrag von Bürgermeister Jürgen Götz zu entnehmen, unterliegen Bildprojektoren, umgangssprachlich „Beamer“, einem ständigen technischen Wandel, der durch stete Neuentwicklungen angetrieben wird. In den letzten Jahren wurde dieser Wandel durch die Verfügbarkeit von bezahlbaren LASER  Projektoren extrem stark beschleunigt.  

Anstelle von Entladungslampen, die einem signifikantem Verschleiß über die Zeit ihrer Nutzung unterliegen (abnehmende Helligkeit mit zunehmender Betriebsstundenanzahl, Lebensdauer laut Hersteller 2.000 Stunden), kommen nun LASER-Dioden als Lichtquelle zum Einsatz.

Die Lebensdauer und der Bereich einer konstanten Helligkeit (Herstellerangabe: 20.000 Stunden) liegen hier weit über der wirtschaftlich anzunehmenden Lebensdauer des Projektors, weshalb Überlegungen zur Ersatzbeschaffung eines Leuchtmittels (Kostenpunkt ca. 1.400 Euro) gänzlich entfallen.

Die Mainfrankensäle GmbH, deren allleiniger Gesellschafter die Gemeinde Veitshöchheim ist, begründete ihren Wunsch nach dem Austausch des mittleren Beamers mit den wachsenden Ansprüchen der Kunden und dem Wettbewerbsnachteil gegenüber direkten Mitbewerbern, denn Vogel Convention Center und Congress Centrum Würzburg würden über diese Technik verfügen.

Ausgangssituation in den Mainfrankensälen

Die drei identischen Projektoren im Großen Saal der Mainfrankensäle werden entweder zur Zentralprojektion (Beamer Mitte) oder für Doppelprojektionen (Beamer Rechts & Links) genutzt. Sie stammen aus dem Jahr 2014 und wurden zur Neueröffnung installiert. Die Helligkeit von Projektoren wird in ANSI Lumen angegeben und beträgt bei den derzeit eingebauten Geräten (EPSON EBZ9875U) 8.700 ANSI Lumen.

„Diese Projektor-Helligkeit ist in abgedunkelten Räumen zwar ausreichend, jedoch ist bei geöffneten Jalousien und Tageslicht kaum noch etwas von der ursprünglichen Projektion zu sehen, weshalb die Jalousien stets geschlossen werden müssen" heißt es dazu von Seiten der Mainfrankensäle GmbH. Dies widerspriche dem gewünschten Charakter von „lichtdurchfluteten Räumen“ mit „tageslichttauglicher Projektionstechnik“ gänzlich und erzeuge bei den Gästen zudem ein Gefühl des Eingeschlossenseins.

Dieser Umstand könne letztlich nur durch einen Projektor mit wesentlich höherer Lichtleistung beseitigt werden. Eine entsprechende Demonstration der Helligkeitsverhältnisse und –unterschiede erfolgte für den Aufsichtsrat im Mai 2019. Hier sei der Sprung, der mit einem geeigneten Gerät (21.000 Lumen) möglich ist, sehr eindrucksvoll deutlich geworden, was Gemeinderatsmitglied Simon Kneitz in der Sitzung bestätigte.

Die nun beschlossene Lösungsvariante mit einen leistungsstarken Projektor (Digital Projection E-Vision Laser 5000 WUXGA, 21.000 ANSI Lumen) mit neuer Ansteuerung („Ascender“), der den mittleren der drei Bestandsprojektoren ersetzt, könne nun die Hauptanwendungsfälle (Zentralprojektion mittig) abdecken. Für die Doppelprojektionen (links / rechts) kämen die beiden weiteren Bestandsgeräte unverändert zum Einsatz.

Wirtschaftlichkeit und Finanzierung

Es wurden wirtschaftliche Vergleiche zwischen einer Dauermiete (ähnlich Leasing) und dem Kauf der neuen Technik angestellt.  Danach entspricht die Höhe der Mietkosten für 24 Monate ungefähr 9/10 der Anschaffungskosten, weshalb ein Kauf vorzuziehen war. Die voraussichtliche Nutzungsdauer, d.h. die Zeitspanne, in der das Gerät als auf dem Stand der Technik angesehen werden kann, wird nach Auskunft der Mainfrankensäle GmbH mit vier Jahren veranschlagt. Nach dieser Zeit sei die Leistungsfähigkeit der Videotechnik erneut zu evaluieren.

Fotos (c) Dieter Gürz