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Jazz, Swing und Bossa Nova vom Feinsten beim 2. Superjumboloanser Sommerkonzert mit einer tollen Sängerin und drei erstklassigen Instrumental-Künstlern

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Mit Jazz, Swing und Bossa Nova vom Feinsten bereiteten beim zweiten Veitshöchheimer Sommerkonzert v.l.n.r.  der Pianist Joachim Werner, der Bassist Felix Wiegand,  die Mezzosopranistin Evelyn Kincses und der Gitarrist Michael Arlt den über 60 Zuhörern einen musikalischen Genuss der Extraklasse. Während die drei Instrumentalisten in dieser Besetzung Stammgast im Würzburger Live-Musik-Keller Omnibus sind, war ihr Auftritt im Synagogenhof mit der Sängerin unter dem Titel "Eve and the Messengers, feat. Evelyn Kincses" eine Premiere.

 

Nachdem beim ersten Sommerkonzert das "Frankonia Jazz Ensemble" wegen eines Regenschauers in das Foyer des Jüdischen Kulturmuseums ausweichen musste, zeigte sich das Wetter an diesem Sonntagabend sehr zur Freude der Künstler und der Zuhörer von seiner besten Seite.

Das musikalische Quartett begeisterte mit Stücken wie den Jazzstandards "I'm confessing that I love you" oder "Blame it on my youth",  Bossa-Nova-Stücken wie "Antonio's Song" und zum Dahinschmelzen "How insensitive", dazu als Kontrast das enorm swingende, auch von Frank Sinatra gesungene "People will say we're in love" mit exzellenter Piano-Einlage, voluminösem Spiel auf dem Kontrabass und angenehmen Timbre der Vokalistin.

Die drei Musiker stellten aber auch bei zwei Instrumentalstücken mit höchst virtuosem Spiel und vielen Solopassagen ihr Können unter Beweis.

Die Sängerin Evelyn Kincses, 1991 in Rosenheim geboren und von 2011-2016 Jazz-Gesang an der Hochschule für Musik studierend, lief mit ihrer gefühlvollen, vollumfänglichen Mezzo-Sopran-Stimme im Laufe des Abends immer mehr zur Hochform auf, faszinierte mit Jazz-Balladen wie "Reflection" und am Ende besonders mit den Jazz-Leckerbissen "Alice in Wonderland" und "Stardust" sowie als Zugabe dem jiddischen "Bei mir bist du Schön", ein 1938 durch die Andrews Sisters bekannt gemachtes Swingstück.

Glänzte immer wieder mit tollen Piano-Soloeinlagen:  Joachim Werner,  studierter Jazz Pianist und Musiker u.a. beim Mainfrankentheater Würzburg.

Felix Wiegand studierte klassischen- und Jazz-Kontrabass an der Musikhochschule Würzburg, ist Dozent am Lehrstuhl für Musikpädagogik der Uni Würzburg, wirkte bei Big Bands und Orchestern mit wie dem „Sunday Night Orchester“, dem „Summit Jazzorchester“, dem „Blue Sky Orchestra“, den Hofer Symphonikern und den Würzburgen Philharmonikern. Mit der Neuen Philharmonie Frankfurt war er auf Tourneen und Konzerten mit Nena, Udo Lindenberg, Robin Gibb, Chris de Burg, David Garrett.

Michael Arlt stellte seinen Ruf, ein hervorragender Jazzgitarrist zu sein, auch beim Konzert in Veitshöchheim eindrucksvoll vor allem bei seinen zahlreichen Soloeinlagen unter Beweis.  Arlt ist seit 1990 Dozent für Jazzgitarre und Harmonielehre an der Hochschule für Musik Würzburg. Daneben unterrichtete er bei einer Reihe von Jazzworkshops, u.a. am ArtEZ Conservatorium in Enschede, NL und am Berklee College of Music.

Als Bandleader, Begleiter oder Gastsolist, Michael Arlts Gitarrensounds sind auf mittlerweile mehr als 40 CDs von Jazz über Latin bis Pop, von Solo-Gitarre bis Big Band hören. Er ist  Mitveranstalter der Würzburger Jazztage.

Fotos (c) Dieter Gürz