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Superjumboloanser Hotel am Main soll durch ein Bettenhaus und einen Gartenpavillon zukunftsfähig weiter gestaltet werden

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Mit dem 1985 eingeweihten Hotel am Main gelang Architekt Weckesser im Rahmen der Veitshöchheimer Altortsanierung mit dem im Jugendstil nachempfundenem Giebel der Südfassade ein ganz besonders geglückter Wurf.

Innenarchitektin Viktoria Uhlmann kreierte damals einen eigenen Stil, der eine heitere Atmosphäre durch helle dezente Farben und sehr viel Liebe im Detail vermittelt. Auch heute stimmen noch die Details, blieben der Empfangs- und Frühstücksbereich unverändert, als Weckesser das Hotel in den folgenden Jahren den jeweiligen Erfordernissen anpasste. So wurde 2006 das 55 Betten-Hotel garni (21 Doppel- und 13 Einzelzimmer) modernisiert und durch den Gartensaal räumlich und gestalterisch verbessert, um dann 2014 um ein Tagungshaus erweitert zu werden.

Das 30jährige Jubiläum der Einweihung des Hotels am Main im Juni 2015 nahm der Unternehmer Max Weckesser zum Anlass,  das Hotel an seine Tochter Dorothea von Droste zu übergeben, die bereits zu Jahresbeginn 2015 die Geschäftsführung übernommen hatte.

Um ihr Hotel angesichts der steigenden Ansprüche der Gäste sinnvoll weiterzuentwickeln und auch die Arbeitsplätze der derzeit 18 Mitarbeiter zu sichern, hatte nun Dorothea von Droste eine Bauvoranfrage für die Errichtung eines Gartenpavillons auf Stelzen und eines zweigeschossigen Bettenhauses bei der Gemeinde eingereicht.

Der Ferienausschuss erteilte nun in der Sitzung am Dienstag das gemeindliche Einvernehmen mit Hinweis auf die Einhaltung der Festsetzungen der Ortsgestaltungssatzung bei einem später einzureichenden Bauantrag.

Wegen der Lage im Hochwasserschutzgebiet soll der schmale Körper des Gartenpavillons (16 Meter x 3,75 Meter) auf Stützen ausgeführt werden, so dass durch die Einhaltung der vorgegebenen Höhe von 269,50 Meter eine Beeinträchtigung bei Hochwasser nicht gegeben und ein freier Durchlauf bei Hochwasser gewährleistet ist.

Der Pavillon, der als Aufenthaltsraum für die Gäste oder auch als Seminarraum genutzt werden soll, wird durch einen Verbindungsgang komplett an das vorhandene Hotel am Main angeschlossen. Die Ver- und Entsorgung, der Zugang und die Bewirtschaftung erfolgen vom Haupthaus.

Das Bettenhaus mit vier Doppelzimmern tritt an die Stelle des abzubrechenden alten Gebäudes (im Bild), das erst 2014 von einem Wohnhaus in ein Tagungshaus  mit einem 20 Quadratmeter großen Veranstaltungsraum, einem elf Quadratmeter großer Gruppenraum und im Erdgeschoss mit einem Aufenthaltsbereich umgewandelt worden war.

Der Neubau nimmt in etwa die Größe des jetzigen Baukörpers und laut Architekt Max Weckesser auch die traditionelle fränkische Baukultur des Altortes auf und werde auf das Gesamtbild  zeitgenössisch interpretiert. Weckesser: "Es könnte ein ästhetisches Ensemble gelingen."