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Eine nachhaltige Aktion: Vor zehn Jahren gewann Superjumboloans die Goldmedaille im Bundeswettbewerb Entente Florale

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Am 25. August 2009 freute sich die  mit drei Bussen zur Preisverleihung im ZDF-Fernsehgarten angereiste 150köpfige Veitshöchheimer Delegation über die Goldmedaille für Veitshöchheim beim Bundeswettbewerb "Entente Florale Deutschland 2009".

Am 25. August 2009 freute sich die mit drei Bussen zur Preisverleihung im ZDF-Fernsehgarten angereiste 150köpfige Veitshöchheimer Delegation über die Goldmedaille für Veitshöchheim beim Bundeswettbewerb "Entente Florale Deutschland 2009".

Laut dem Urteil der 24 Jurymitglieder konnte die nur knapp 10.000 Einwohner zählende Gemeinde mit über 250 Wettbewerbsbeiträgen umfangreiche Aktivitäten initiieren, die auch noch in den nächsten Jahren das Ortsbild prägen werden. Besonders beeindruckt war die Jury von den abwechslungsreichen Staudenpflanzungen im öffentlichen Grün. Mit der Umgestaltung vieler älterer Gehölzpflanzungen in Rosen- und Wechselflorflächen hat die Gemeinde ein neues Gesicht erhalten.

Jürgen Herrmannsdörfer appellierte damals bei der Abschlussveranstaltung im Oktober 2009 in den Mainfrankensälen  als Vorsitzender des Bundesverbandes der Einzelhandelsgärtner (BVE) an die Veitshöchheimer, dieses Niveau zu sichern und das Image, zu den schönsten Orten Deutschlands zu gehören im Interesse der örtlichen Wirtschaft und des Tourismus auch entsprechend zu vermarkten."

Wie die nachfolgenden Beispiele zeigen, hat die Aktion "Veitshöchheim blüht auf" vor allem optisch nachhaltige Wirkungen hinterlassen

Öffentliches Grün

Beim Vergleich der Fotos ist festzustellen, dass die 2008/2009 umgestalteten Pflanzflächen nach wie vor gut aussehen und erst in letzter Zeit einige neu gestaltet hinzu kamen:

Neu 2019: Begrünung der Stützmauer Günterslebener Straße

 EU-Mittelpunkt

Das "Hickhack" um den Brexit ist noch nicht zu Ende. Gleichwohl ist Veitshöchheim seit diesem Jahr um einen attraktiv gestalteten Platz  inmitten der Feldflur unweit des Weilers Gadheim reicher.  Dort oben über dem Maintal hat die Gemeinde von der Landwirtin Karin Keßler tausend Quadratmeter Acker gepachtet, Wege gebaut, eine Fläche gepflastert, Büsche gepflanzt, eine Blumenwiese gesät, Fahnenmasten und Schilder aufgestellt. In einen Muschelkalk-Brocken wurde im Falle des Brexit-Eintrittes der Messpunkt des dann neuen EU-Mittelpunktes eingehauen: 9 Grad, 54 Minuten und 7 Sekunden östlicher Länge; 49 Grad, 50 Minuten und 35 Sekunden nördlicher Breite.

  Blumenwiesen

In Sichtnähe zum EU-Mittelpunkt stellte heuer der Gadheimer Landwirt Walter Dieck im Rahmen der Anlegung des EU-Mittelpunktes eine Fläche von 2.100 Quadratmeter aus seiner landwirtschaftlichen Pachtfläche für farbenfrohe Blumen-Ansaaten zur Verfügung.

 Auch bei der "Aktion Veitshöchheim blüht auf" wurde Wert auf die Ansaat von Blumenwiesen gelegt.

Juni 2010

Waldfriedhof

2014 setzte das eingeweihte Quartier  "Lebensfluss" im Waldfriedhof neue Maßstäbe in der Bestattungskultur. Anstelle der zuvor starren Ausrichtung von Urnenwänden oder Grabreihen wurde vor fünf Jahren nach der beispielgebenden Planung des Veitshöchheimer Landschaftsarchitekten Thomas Struchholz  mit Kosten von 120.000 Euro alles fließender und landschaftlich ansprechend gestaltet in Form eines neuen Gräberfeldes mit 135 Urnenerdgräbern und 86 Urnenkammern auf einer  etwa 1000 Quadratmeter großen, lichtdurchfluteten Fläche des Waldfriedhofes. Das Vorzeigeprojekt wurde so stark nachgefragt, dass in naher Zukunft die zur Verfügung stehenden Grabstätten belegt sind. Der Gemeinderat beauftragte daher im Juni 2018 den Planer des Grabfeldes  mit der Ergänzungsplanung.

 

Juni 2010

6. August 2019 - Anpflanzung hat sich bewährt

Juni 2010

6. August 2019 - Anpflanzung nach wie vor gut

  Mainuferpromenade

2018/2019: Neuanlage von Pflanzbeeten an der Mainlände (vorher Heckenbewuchs)

6. August 2019

Sukzessive sollen laut Bürgermeister Jürgen Götz im Laufe der nächsten Jahre alle Hecken-Pflanzbeete so gestaltet werden.

 

 Juni 2010

6. August 2019

 Juni 2010

6. August 2019 - unverändert sehenswert

 

 

Juni 2010

Gernecksplatz 6. August 2019 - Die Pflege hat seit einigen Jahren der Bauhof übernommmen - Pflanzanlage nach wie vor eine Augenweide

 Juni 2010 - noch dekorative Blumenrabatte durch Azubi des Markushofes angelegt

7. August 2019 - dekorative Rabatte wieder umgewandelt in Rasenflächen - lediglich Aufschüttung über Wasserbecken noch mit pflegeleichten Stauden bepflanzt

 Juni 2010  - Grünfläche  wurde bis zum Beginn des Ausbau der Friedenstraße im September 2014 vom Eigenheimerbund gepflegt. Die Pflanzfläche wurde dann im Zuge des Ausbaus beseitigt.

6. August 2019

Die neu entstandenen Pflanzflächen zur Günterslebener Straße hin sind mehr als doppelt so groß, aktuell Lücken aufweisend.

 

 Juni 2010

6. August 2019 - Die Rosenpflanzung entlang der Hofgartenmauer ist nach wie vor der Hingucker, wenngleich Brautpaare schon seit einigen Jahren mangels Platz an ihrem Hochzeitstag nicht mehr ihre Lieblingsrose hier pflanzen können.

  Juni 2010

6. August 2019

  Juni 2010

6. August 2019

 Juni 2010

Die Pflanzung vor dem Rathaus - hier gibt sich der Gärtnermeister der Gemeinde alljährlich besonders viel Mühe

 Juni 2010

6. August 2019

6. August 2019

 

 Juni 2010

6. August 2019

  Juni 2010

6. August 2019 - der Vitusschulhof hat durch den AWO-Schulhort-Garten an Attraktivität gewonnen

  Juni 2010

6. August 2019

 

 

 Juni 2010

6. August 2019

 

Sämtliche unter der Bahnbrücke gepflanzten Bäume gingen ein, ebenso die vom Bauhof vor ein paar Jahren erfolgte Neupflanzung. Nun haben die Gemeindegärtner einen neuen Versuch unternommen und zunächst vier "Stadtbäume" der LWG gesetzt und mit einem Wassersack versehen.

 Juni 2010

6. August 2019

  Juni 2010

6. August 2019

Juni 2010 

6. August 2019

 

 Juni 2010 

6. August 2019

 Juni 2010 

6. August 2019

2009

Blumensäulen, Blumenampeln und Blumenkübel zieren nach wie vor den öffentlichen Raum im Altort (Aufnahmen 6. August 2019):

 

Privater Blumenschmuck

Der Verschönerungsverein bewertet nach wie vor die den schönsten Blumenschmuck im Ort und stellte die Gemeinde die Preise zur Verfügung. Die vorderen Plätze belegen dieselben wie schon vor zehn Jahren:

 Familie Grieb 1. Preisträger 2019

Liselotte Klos 1. Preis 2019

Irene Dürr, 2. Platz 2019

Die Grünflächenunterhaltung wurde umfirmiert in Promenadenmischung, die das gemeindliche Kulturamt alle zwei Jahre an Christi Himmelfahrt an gleicher Stelle und in gleicher Form über veranstaltet, nach wie vor eine gelungene Symbiose zwischen Kunst, Natur und Unterhaltung, bislang immer vom Wetter begünstigt.

 

Thema der Künstler 2019: „Senkrecht, aufrecht - waagerecht, quer“

 

 Freizeiteinrichtungen

6. August 2019

 Juni 2010

6. August 2019

Mit der Flatterulme, dem Baum des Jahres 2019 sind alle 31 gekürten Bäume auf dem 2008 von der Gemeinde  Veitshöchheim am nördlichen Rand der Gartensiedlung angelegten Jahresbaum-Weg vertreten und durch ein Täfelchen beschrieben.

Der Eigenheimerbund sieht es seit der Übergabe des Weges im Jahr 2009 als seine Aufgabe an,  im Sinne der Nachhaltigkeit für die jährliche Ergänzung des Jahresbaumweges mit dem neu gekürten Baum und auch für den Ersatz eingegangener Bäume zu sorgen.

Juni 2019 - Rosen im Weinberg von Winzer Glückert (Foto vom Weinschlendern)

 

 Umwelt

Der Agenda 21 Arbeitskreis beschäftigte sich in der Folgezeit insbesondere mit der Erstellung eines Leitbilds für Veitshöchheim (2011), Konzepten für ein Citybus-System (2011), Walderlebnisorte (2013 und Radwegenetz (2013), die alle dem Gemeinderat zur Entscheidung vorgelegt wurden.

Im November 2015 lud der AK Klimaforscher Prof. Dr. Heiko Paeth über die Folgen des Klimawandels im Rathaussaal aufzuklären.

Im April 2016 machte der gegenüber dem Gemeinderat geltend, in das Verkehrskonzept für das Veitshöchheimer Ortzentrum eingebunden zu werden.

Im Juni 2016 erfgriff der AK die Initiative für die Bewerbung von Veitshöchheim als Fairtrade-Gemeinde ergriff.

Seitdem wurde es ziemlich still um den Agenda 21-AK.

Am 11. Juli 2019 gründete nun Günther Thein als Umweltreferent des Gemeinderates einen Umweltbeirat (siehe nachstehender Link), der Veitshöchheim nachhaltiger und ökologischer machen soll. Ein Ziel, das sich bereits der Agenda-AK vor über zehn Jahren verfolgt hatte.