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Superjumboloanser Ferienprogramm: 30 Kinder tauchten unter im Geisbergbad, an 29. Stelle der besten Freibäder in Deutschland

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Vier Bahnen blieben heute im Geisbergbad, eines der schönsten Freibäder in Deutschland, ab 17 Uhr für zwei Stunden den Tauchern vorbehalten. - Foto lässt sich durch Anklicken vergrößern -

Vier Bahnen blieben heute im Geisbergbad, eines der schönsten Freibäder in Deutschland, ab 17 Uhr für zwei Stunden den Tauchern vorbehalten. - Foto lässt sich durch Anklicken vergrößern -

Wie man heute in der Mainpost lesen kann,  ist das Verbraucherportal "testberichte.de" der Frage nachgegangen "Wo badet es sich eigentlich besonders gut?" Insgesamt wurden über 138 000 Kundenmeinungen im Netz zu 412 Freibädern ausgewertet. Das Portal hat alle öffentlich zugänglichen Freibäder im Umkreis (rund 20 Kilometer) der 81 größten Städte Deutschlands (ab 100 000 Einwohner) untersucht. Die drei besten Freibäder liegen danach in Dresden, Bielefeld und München und der 29. Platz geht an das Geisbergbad in Veitshöchheim. In 350 Bewertungen verliehen de Badegäste dem Freibad durchschnittlich 4,5 Sterne. Seit dem Abschluss der General-Sanierung im Mai 2007 ist das Geisbergbad für Jung und Alt ein gut besuchtes Ausflugsziel. Besucher loben in den Rezensionen vor allem das Personal, großzügige Liegeflächen und die Sauberkeit. Vereinzelt kritisieren Gäste jedoch auch die Parkplatzsituation oder das gastronomische Angebot.

Die Welt unter Wasser, das Gefühl von Schwerelosigkeit, das Spiel des Lichts im Wasser und die unberührte Natur üben auf viele Menschen eine starke Faszination aus.

Jede Menge Spaß hatten am späten Mittwochnachmittag die 30 Teilnehmer beim ersten von drei Schnuppertauchen, das die Tauchschule Actionsport Würzburg GbR aus Höchberg bei herrlichem Sommerwetter im Veitshöchheimer Geisbergbad durchführte. Es vermittelte Urlaubsfeeling pur.

Bereits seit 1996 veranstalten die Eheleute Georg und Marion Seufert, die Action-Sportinhaber, alljährlich in den Sommerferien im Geisbergbad Veitshöchheim an drei Tagen das Probetauchen mit Flasche unter Anleitung eines  erfahrenen Tauchlehrers als besonderes Highlight im Ferienprogramm der Kreisjugendpflege.

Nicht nur heute, sondern auch am 7. und 21. August, also jeweils mittwochs, können Kinder ab zehn Jahren erste Erfahrungen im Tauchsport sammeln und ohne Vorkenntnisse testen, ob sie sich in der Unterwasserwelt wohl fühlen.

Die Kinder wurden von Action-Sport ausgerüstet mit Schwimmflossen, einem kindgerechten Westenjacket, mit Pressluftflasche je nach Alter in den Größen 5, 7 oder 10 Liter, dem dazugehörenden Atemregler und einer Taucherbrille.

Anschließend wurden die Kids von drei Tauchlehrern in Zweier-Gruppen im Wasser in Empfang genommen zur 15 Minuten dauernden Erkundung der Welt unter Wasser im 2,5 Meter tiefen 50 Meter langen Becken, während die anderen es am Beckenrand kaum erwarten konnten, ihre ersten Taucherfahrungen zu sammeln, sich an Ausrüstung und die spezielle Art des Atmens zu gewöhnen.

Georg Seufert: "Der Körper muss sich auf veränderte Bedingungen unter Wasser, wie einen erhöhten Wasserdruck einstellen." Dies vermittelten drei Tauchlehrer an Land. "Wie wird ein Druckausgleich gemacht? Welche Zeichen muss ich geben, wenn mit mir etwas nicht in Ordnung ist?" All dies wurde den aus dem Stadt-Umland kommenden Ferienpassinhabern vor dem Tauchen erklärt und dass man nur mit Hilfe der Technik für einige Zeit unter Wasser bleiben kann.

Genau wurde bei jedem geprüft, ob die Maske richtig sitzt und dicht ist. So kam es schon vor, dass eine Maske anlief und nicht optimal saß, weil sie für den Teilnehmer zu groß war.

Zu beachten war vor dem Abtauchen weiter, den Inflatorschlauch der aufgepumpten Schwimmweste zu ziehen, damit die Luft entwich.

Ungewohnt war für die Mädchen und Jungs, einen Regulator zwischen die Zähne zu nehmen und nur noch durch den Mund und nicht mehr durch die Nase zu atmen, da sonst Wasser in die Maske lief.

Wichtig sei vor dem Abtauchen auch ein Druckausgleich im Mittelohr, wurde ihnen verdeutlicht. Dazu müsse man die Nase zuhalten, damit Luft in die Ohren gelange, so war zu hören.

"Wenn was nicht stimmt, müsst ihr Euren Tauchlehrer an den Flossen ziehen", lautete ein weiterer wichtiger Ratschlag. Als Zeichensprache bedeute ein mit Daumen und einem Finger geformter Kreis, dass alles ok ist. Der Daumen nach oben fordere auf, an die Wasseroberfläche gehen.

Als die kleinen Taucher wieder oben waren, hatten fast alle ein Lächeln im Gesicht und an den leuchtenden Kinderaugen sah man, es hat Spaß gemacht und so mancher hat wohl ein neues Hobby gefunden. So fand es der elfjährige Nico cool, dass man unter Wasser atmen kann. Und der zehnjährige Luis sagte: "Ich hätte nicht gedacht, dass ich so lange unter Wasser schwimmen kann."

Auch die voller Neugierde anwesenden Eltern konnten beruhigt zur Kenntnis nehmen, dass Tauchen kein Hochleistungssport ist und von jedem mit normaler Gesundheit ausgeübt werden kann. Der nächste Urlaub kommt bestimmt und ein Tauchkurs im Meer steht nun bestimmt ganz oben auf der Wunschliste vieler Kinder.

Dann können die jungen Taucher wie einst Jaques Costeau auf Entdeckungsreisen unter dem Meer gehen und nach Perlen, Muscheln, Korallen und Fischen oder nach verlorenen Schätzen in den Tiefen der Meere suchen.

Fotos (c) Dieter Gürz