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Siegerehrung in Superjumboloans beim Fahrradwettbewerb Stadtradeln 2019: 150 Teilnehmer setzten ein Zeichen für Radverkehrsförderung und Klimaschutz

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Mit einem tollen Ergebnis ist in Veitshöchheim am 14. Juni die siebte Teilnahme in Folge am bundesweiten Fahrradwettbewerb Stadtradeln zu Ende gegangen: 150 aktive Radler/innen legten im Aktionszeitraum  in 22 Teams insgesamt 31.484 Kilometer zurück und vermieden so rechnerisch etwa 4,53 Tonnen CO2.

Bei der Abschlussveranstaltung vor dem dm-Drogeriemarkt am Geisberg, der als einer der Sponsoren das Stadtradeln Veitshöchheim unterstützte, würdigte am Samstagnachmittag der gemeindliche Klimaschutzmanager Jan Speth als Organisator der Aktion zusammen mit dem Umweltreferenten des Gemeinderats Günter Thein die radelaktivsten Teams und Teilnehmer.

Unter den Kommunen bis 10.000 Einwohner, so errechnete Speth, ist Veitshöchheim deutschlandweit auf Platz 16 und bayernweit auf Platz 2 gelandet.  Speth: "In Summe haben wir seit 2013 rund 218.000 Kilometer zurückgelegt und sind damit etwa fünfeinhalb Mal um die Erde gefahren."

Bei der Siegerehrung wurden die drei radelaktivsten Teams mit schönen Preisen für ihre Radelleistung belohnt. Für die Platzierung maßgebend waren die Gesamtpunkte, die sich berechnen aus den Gesamtkilometern des Teams multipliziert mit einem Hundertstel pro Teammitglied.

Auf Platz 1 landete das Team des Grünen-Ortsverbands mit 1994 Punkten. Die elf aktiven Radler der Grünen fuhren 4.683 Kilometer. Das Team stellte mit Dr. Amadeus Braunewell auch den Einzelsieger, der alleine 1.347 Kilometer zum Sieg beisteuerte.

Platz 2 belegten die neun Radler des Teams "Danziger Straße" mit 1.622 Punkten, die insgesamt 3.821 Kilometer zurücklegten.

Mit  der Urkunde für Platz 3 ausgezeichnet wurde das Team der Freiwilligen Feuerwehr mit 1.174 Punkten, deren  fünf Teilnehmer 2.423 Kilometer fuhren.

In der Schüler-Sonderwertung verzeichnete Stadtradeln-Organisator Jan Speth 52 Teilnehmer des örtlichen Gymnasiums, die in acht Teams in die Pedale traten.  Platz 1 belegte die Klasse 10 c des Gymnasiums, für die v.l.n.r. Kaspar Kühnle, Luis Volpert und Valentin Busch die Urkunden und Preise in Empfang nahmen. 18 aktive Radler in der Klasse hatten 5.237 Kilometer zurückgelegt. Mit den dabei erzielten 1523 Gesamtpunkten wäre die Klasse in der Erwachsenenwertung auf Platz 3 gelandet.

Der Zehntklässler Caspar Kohnle vom Gymnasium Veitshöchheim war beim Veitshöchheimer Fahrradwettbewerb "Stadtradeln 2019" mit 792 gefahrenen Kilometer der "Radelaktivste Schüler". Eine Urkunde erhielt auch die-Betreuungslehrerin Margret Simmelbauer, die sich seit vielen Jahren leidenschaftlich am Gymnasium für das Stadtradeln einsetzt und viele Schüler, aber auch Kollegen zum Radfahren motiviert.

Alle Stadtradeln-Teilnehmer, so betonte Jan Speth, hätten nicht nur getreu dem Stadtradeln-Motto ein Zeichen für ein gutes Klima, sondern auch für eine gute Radverkehrsförderung gesetzt. Leider sei es nämlich immer noch so, dass die Interessen der Radfahrer gerne Mal anderen Interessen untergeordnet werden und man somit eine Mobilitätsform benachteilige, die viele Vorteile für die Gesellschaft mit sich bringe.

Speth  bedankte sich  besonders bei den dm-Filialleiterinnen Lisa Düring und Jasmin Rüppel für die Ausgestalltung der Abschlussveranstaltung sowie auch bei dando-art Lichttechnik, Meegärtle, Allianz Dirk Herbert – Generalvertretung Veitshöchheim, S&S Bikes und der DB Mainfrankenbahn /Main-Spessart-Express, die Preise für die diesjährige Stadtradeln-Siegerehrung spendierten.

Grünen-Ratsmitglied Günter Thein hob als Umweltreferent des Gemeinderates hervor, dass die  Akzeptanz für das Fahrrad zusehends steige und gleichzeitig auch der Wunsch nach einer guten Fahrradinfrastruktur, denn die "Anstrengung" stelle durch die zunehmende Zahl von E-Bikes kein überwindbares Hindernis mehr dar. Fahrten innerhalb Veitshöchheims, nach Würzburg aber auch für weitere Strecken seien nun im Alltag fahrradtauglich.

Nicht nachvollziehbar und jüngstes Beispiel für die Benachteiligung der Interessen der Radfahrer ist für Thein die vom Landkreis Würzburg erst vor kurzem errichtete neue Ampelanlage an der Kreuzung der Kreisstraße Wü 3 in Höhe der Einmündung der Geithainer Allee und der Zufahrt zum Lidl-Markt. Hier heißt es für die Radfahrer, die auf dem Fahrradweg von der Gartensiedlung her kommen und nach Überquerung der Kreisstraße zum Geisbergbad oder zum Einkaufsmarkt wollen, absteigen.

Zu Fuß muss dann der Radfahrer fünf teils unterschiedlich geschaltete Ampelabschnitte überqueren, als erstes die Linksabbiege-Spur zur Geithainer Allee, als zweites die Kreisstraße,

und auf der anderen Seite als drittes die Ausfahrspur vom Lidl-Markt, als viertes die Spur der Linksabbieger von der Kreisstraße und deren Überquerer aus der Geithainer Allee sowie als fünftes die von unten kommende Linksabbiege-Spur zum Lidl-Markt. Es sei so schon vorprogrammiert, so Thein, dass es an der Zufahrt zum Lidl-Markt zu gefährlichen Situationen kommt, weil sich Radfahrer nicht daran halten bzw. dann lieber auf der Geithainer Allee in die Kreuzung wie die Autofahrer einfahren, da sie so nicht zum Absteigen und zum langwierigem Überqueren der fünf Ampelabschnitte als Fußgänger gezwungen sind.