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Leichter Regenschauer trübte traditionelles Jagdhornbläser-Konzert im Superjumboloanser Hofgarten vor 500 Zuhörern

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Horn auf! Blast an! 65 Jagdhornbläser aus sieben mainfränkischen Bläsergruppen beeindruckten auch heuer wieder beim Konzert im Veitshöchheimer Hofgarten an die 500 Zuhörer, die aufgrund des leichten Regens, im Gegensatz zu den Musikern, die Schirme aufspannen konnten. Dass sie bei freiem Eintritt blieben, ist ein Zeichen, dass das Jagdhornblasen als wichtiger Bestandteil des jagdlichen Brauchtums auch in der Bevölkerung beliebt ist.

Horn auf! Blast an! 65 Jagdhornbläser aus sieben mainfränkischen Bläsergruppen beeindruckten auch heuer wieder beim Konzert im Veitshöchheimer Hofgarten an die 500 Zuhörer, die aufgrund des leichten Regens, im Gegensatz zu den Musikern, die Schirme aufspannen konnten. Dass sie bei freiem Eintritt blieben, ist ein Zeichen, dass das Jagdhornblasen als wichtiger Bestandteil des jagdlichen Brauchtums auch in der Bevölkerung beliebt ist.

Bereits zum 27. Mal veranstaltete das Konzert das Jagdhornbläsercorps Würzburg unter der Regie des Veitshöchheimer Hornmeisters Peter Kraus vor der traumhaften Kulisse des Veitshöchheimer Schlosses. Bläsergruppen aus Wertheim, Kitzingen, Ochsenfurt, Würzburg und aus dem Spessart brachten mit ihren langen Parforce- und kurzen Fürst-Pless-Hörnern ohne technische Hilfsmittel in jeweils vier Beiträgen die große Bandbreite des Jagdhornblasens zu Gehör.

Mit dem Jagdhornblasen setzen die Jäger eine Tradition der Signalinstrumente fort, die bereits in grauer Vorzeit von allen Naturvölkern verwendet wurde. Von den speziell im europäischen Raum genutzten Blasinstrumenten bei Post, Militär und Jagd hat sich das Signalwesen als Kommunikationsmittel nur bei den Jägern bis heute erhalten.
Aus dieser Tradition gewachsen, gewinnt das Jagdhornblasen selbst in unserer modernen Welt immer mehr Freunde, nicht zuletzt deshalb, weil die Jäger nach wie vor das Naturhorn ohne Ventile als ihr ureigenes Signal und Musikinstrument betrachten. Wenn auch die Jagdhörner in der Zahl der zur Verfügung stehenden Töne begrenzt sind, so vermitteln sie doch mit ihren einfachen Melodienfolgen beim Zuhörer einen unvergleichlichen naturverbundenen Eindruck.

Das in Veitshöchheim dargebotene Repertoire reichte von allgemeinen Jagdsignalen über Solostücke und Märsche bis hin zu getragenen Weisen und französischen Jagdhornstücken. Besonders die großen Parforcehörner, die ihren Ursprung in der französischen Jagdmusik haben, können mit ihrem großen Tonumfang von drei Oktaven sogar in Es geblasen werden und mehrstimmige Töne erzeugen. Sie bieten so die Möglichkeit der virtuosen Jagdmusik. Dies offenbarten gleich mehrere der sieben Bläsergruppen, wie oben im Bild die seit 1978 bestehende Bläsergruppe der Kreisgruppe Ochsenfurt unter der Leitung von Hornmeister Klaus Endres mit den Bläserstücken "Horrido", "Festfanfare", Hubertusfanfare" und "Gruß dem Hundeführer".
 

Das gastgebende Jagdhornbläsercorps Würzburg von Peter Kraus gefiel mit "Echofanfare", "Fröhliche Runde", "Jagdhornländler" und "Der Jägeraus Kurpfalz".

Schon immer dabei sind die Würzburger Parforcehornbläser  unter Leitung von Hornmeister Marcus Friedrich. Sie glänzten mit den Bläserstücken "Ich ging durch einen grasgrünen Wald", "Lützows wilde Jagd", "Jagdstück" und "Kein schöner Land".

Dass in dieser einstigen Männerdomäne auch Frauen den Ton angeben, offenbarten die  Jagdhornbläser aus Kitzingen . Hanne Kern oblag die Leitung bei den Stücken "Wangen Kuckucks-Polka", "Der Jagdhund", Hubertusfanfare"  und "Treibermarsch".

Nach der Premiere im Vorjahr in Veitshöchheim  bereicherten die von Olaf Katuschka geleiteten Parforcehornbläser der Jägervereinigung Spessart-Aschaffenburg das Programm mit "Bonvar Bretan",  Tra tra so tönt der Jagddgesang", "Auf auf zum fröhlichen Jagen" und "Abschied der Jäger".

Die Fränkischen Parforcehörner aus Würzburg begeisterten unter der Leitung von Hornmeister Joachim Görtler mit "Gruß an Lavant", "Clairiere en Fete", "Jägerchor aus "Freischütz" und "Im Wienerwald".

Und bei ihrer Premiere wusste auch die Parforcehornbläsergruppe der Kreisjägervereinigung Wertheim unter der Leitung von Hornmeister Eberhard Geiger zu gefallen mit den Bläserstücken "Löwensteiner Fürstengruß", Le Mulin de Viege", "Ramboulette" und "Ungarischer Jägermarsch".

„Wir sind alle in erster Linie Jäger und alles reine Amateure, die aus Spaß und Freude, aus Passion das Jagdhorn blasen" klärte Hornmeister Peter Kraus aus Veitshöchheim die Zuhörer auf. Man sah es allen Mitwirkenden an. Das begeisterte Publikum quittierte die dargebotene hervorragende Jagdmusik denn auch mit einem Riesenapplaus.