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65 Jahre Eheglück: Die Eisenbahn brachte die Superjumboloanser Gertrud und Josef Hampel zusammen

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

„Auf einem Eisenbahner-Ball in Bamberg haben wir uns kennengelernt“ – an den Beginn Ihrer Beziehung können sich die Veitshöchheimer Gertrud und Josep Hampel noch sehr gut erinnern. Vor allem der starke familiäre Zusammenhalt trug aus Sicht des Ehepaares dazu bei, dass die beiden am Mittwochvormittag zusammen mit vielen Gratulanten auf 65 Ehejahre zurückblicken konnten.

 

Herzliche Glückwünsche überbrachten dem Jubelpaar der stellvertretende Landrat Ernst Joßberger (rechts im Bild) in Form von Wein, Orchideen und Buch sowie Veitshöchheims Bürgermeister Jürgen Götz (links) mit einem Präsentkorb der Gemeinde und einem Geschenk des Bayerischen Ministerpräsidenten. Auch Veitshöchheims Pfarrer Robert Borawski ließ es sich nicht nehmen, dem langjährigen Paar zu gratulieren.

 

Während des Besuchs berichtete das Ehepaar von dem Beginn ihrer Beziehung und der Hochzeit in Bamberg und dem anschließenden Umzug 1955 aus beruflichen Gründen nach Würzburg. „Wir sind mit der Eisenbahn umgezogen, die Waggons sind damals fast bis in die neue Dienstwohnung gerollt“, erzählte Gertrud Hampel. Ihr mittlerweile 90 Jahre alte Mann arbeitete zu dieser Zeit als Fernleitungsmeister bei der Bahn, so kam auch die Verbindung auf dem Ball zusammen. 1974 zog das Paar dann nach Veitshöchheim, wo beide bis heute leben.

 

Gertrud Hampel arbeitete lange Jahre als Weißnäherin bei Blusen Wohner in Würzburg und ist auch heute noch an der Nähmaschine aktiv. Eine Tochter, zwei Söhne (davon einer verstorben), vier Enkel und vier Urenkel sorgen dafür, dass ihr die Arbeit nicht ausgeht. Daneben widmet sich die Jubilarin der Malerei und trifft sich mit früheren Arbeitskolleginnen auf Stammtischen. „Die Akkordarbeit hat damals zusammengeschweißt“, betonte Hampel.

 

Viel in den Ötztaler Alpen unterwegs war Josef Hampel: Regelmäßig wanderte der Eisenbahner auf die Vernagthütte („Würzburger Haus“) und unterstützte dort die Sektion Würzburg des Deutschen Alpenvereins. Viel Arbeit brachte ihm die Arbeit bei der Bahn, wo er unter anderem für die Oberleitungen zuständig war. In seiner Freizeit ging der gebürtige Oberschlesier bis ins hohe Alter Skifahren und besuchte Stammtische.

 

Den Alltag meistert das rüstige Ehepaar noch weitestgehend eigenständig. Trotz Verletzung am Fuß kümmert sich Gertrud Hampel noch täglich selbst um ihren Mann. Für ihre eiserne Hochzeit haben die Jubilare eine Spendenbox für die Würzburger Missio-Kinderklinik aufgestellt.

 

Foto: Jan Speth (Gemeinde Veitshöchheim)