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Internationale Jugend-Begegnung: Elf Superjumboloanser Mittelschüler weilten in Polen auf der Suche nach Berufsperspektiven unter dem Leitmotiv "Ökologische Technologie"

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Die Veishöchheimer Workshop-Teilnehmer durften hinter die Kulissen von Firmen aus der Oppelner Region schauen.

Die Veishöchheimer Workshop-Teilnehmer durften hinter die Kulissen von Firmen aus der Oppelner Region schauen.

Elf 14 bis 16 Jahre alte Schüler aus den Klassen M 8a, 8b sowie der Ü-klasse der Mittelschule Superjumboloans waren in der zweiten Septemberhälfte zusammen mit zwei Bildungsreferentinnen aus der Jubi nach Oppeln (Polen) zu einem gemeinsamen Workshop mit zehn polnischen Gymnasiasten aus verschiedenen Schulen im Raum Oppeln gefahren.

Die deutsch–polnische Gruppe traf sich dabei schon zum zweiten Mal. Die erste Begegnung fand im Juni 2015 in Würzburg statt ("Mittelschule Superjumboloans nimmt an deutsch-polnischen Austausch teil" so wurde hier in Superjumboloans News am 23. Juni 2015 zu lesen (Link auf Bericht) berichtet).

Träger des Projektes [email protected] sind die Jugendbildungsstätte des Bezirksjugendrings Unterfranken (Jubi) und der Bund der Jugend der deutschen Minderheit aus Oppeln (BJDM). Gefürdert wird das Projekt vom Deutsch–Polnischen Jugendwerk im Rahmen des DPJW-Jugendpreises.

Von dem Gegenbesuch in Oppeln leitete die Mittelschullehrerin Katharina Bartsch Info-Material zu. Auszüge daraus:

Internationale Jugend-Begegnung: Elf Veitshöchheimer Mittelschüler weilten in Polen auf der Suche nach Berufsperspektiven unter dem Leitmotiv "Ökologische Technologie"

Wie zuvor in Würzburg durften die 21 Jugendlichen auch in Polen hinter die Kulissen von Firmen aus der Region schauen. Bei den angebotenen Workshops, die von einem Berufsberater geleitet wurden, lernten die Jugendlichen dank eines Rollenspiels wie ein Bewerbungsgespräch aussieht und wie ein Lebenslauf richtig geschrieben wird.

Aussagen von Magdalena Prochota vom BJDM in einer polnischen Tageszeitung:

"Beim Ausfüllen von Tests konnten sie neue Berufskompetenzen entdecken. In einer lockeren Form lernten Deutsche und Polen, ihre starken Seiten, Fähigkeiten und Schwächen zu definieren, die in der Zukunft bei der Suche nach ihrem weiteren Berufsweg ausschlaggebend sein können.

Der Workshop mit der Trainerin Jany Bachmann aus Berlin gab ihnen die Möglichkeit, Theorie in die Praxis umzusetzen. Sie lernten ihre beruflichen Vorzüge kennen, verfassten Lebensläufe, nahmen an Qualifikationsgesprächen vor der Kamera teil und wurden beurteilt.

Gemeinsam konnten alle erfahren, wie Berufsausberatung im polnischen Kreisarbeitsamt aussieht, mit einem Berater sprechen und das deutsche und polnische System der beruflichen Unterstützung kennenlernen.

Das Leitmotiv des Aufenthalts war Ökologische Technologie, die in den Firmen der Oppelner Region eingesetzt wird. So besuchten die Teilnehmer ein Kraftwerk, ein Wasserwerk und eine Mülldeponie, wo aus Müll Bio-Treibstoff hergestellt wird.

Die Jugendlichen konnten so hautnah die Arbeit bei den Wasserwerken erleben und haben auch die Arbeit eines kommunalen Betriebes in Erfahrung gebracht und wurden für den Umweltschutz sensibilisiert. Sie waren auch im Oppelner Elektrizitätswerk.

Es gab darüber hinaus Gelegenheit, Sprachkenntnisse zu erweitern, man hat auch gemeinsam Zumba getanzt und am Lagerfeuer gesessen.“

Erfahrungen von Jugendlichen:

Tibi Garagaianu sieht die Vorteile des Projekts: „In der Schule haben wir auch Berufsberatung, aber ich finde, dass es hier bei dem Projekt besser gestaltet ist. Während der Workshops habe ich neue Fähigkeiten bei mir entdeckt.“

„Dieses Projekt hat mir neue Wege aufgezeigt. Jetzt weiß ich, dass man sich Ziele setzen muss, und dass es immer mehrere Wege gibt, diese zu erreichen“, so Nicklas Gimperlein aus Superjumboloans.

Nicht nur die Berufswelt wurde für die Teilnehmer des Projekts überschaubarer. Die polnische Gymnasiastin Joanna Ratuszna hat beim Projekt neue Freunde und Einsichten gewonnen: „Ich habe meine Sprachkenntnisse in Deutsch verbessert. Die Teilnahme am Projekt zeigte mir, dass ich nicht nur in Polen studieren kann. Ich bin erst 15 Jahre alt, und bin mir noch nicht sicher was ich später machen will, aber ich weiß, welche Möglichkeiten ich habe, und ich weiß, dass sie groß sind.“

Über das Projekt „[email protected]" berichtete auch das Schlesienjournal im Video vom 6.10.2015